Laufende Austellungen und
Präsentationen außerhalb der Museen

 

Eine Austellung des Völkerkundemuseums München in Oettingen.
Nordsibirien
Es begann vor 12000 Jahren........................

Grönland im Fokus der Untersuchungen zur Klimaveränderung.

In verschiedenen Veröffentlichungen wird auf den Prozess der Klimaveränderungen hingewiesen. So hat Al Gor, der amerikanische Vizepräsident, dieses Thema auf seine Fahne geschrieben und geht weltweit damit auf Reisen. Letztlich ist es kein nationales Thema mehr. Es betrifft uns alle. Sehr deutliche Spuren der Klimaveränderung sind in den Eismassen Grönlands festzustellen. Die Gletscher gehen aufregend schnell zurück. Um diese Veränderungen, sowie die damit verbundenen Randerscheinungen grundlegend zu untersuchen, sind mehrere Forschungsprojekte gestartet worden.

In Nansens Fußspur hatte sich ein französiches Segelschiff im August 2006, der Schoner Tara, auf 80° Nord einfrieren lassen. Er kam Januar 2008, nach ca. 1800km durch die transpolare Eisdrift, wieder frei. Das Logbuch der Reise, sowie der Start der Tara mit einem neuen Forschungsauftrag ist unter dem link Taraexpedtion einzusehen.

Auf gleichem Wege versuchte 1893-96 Fridtjof Nansen in die Nähe des Pols zu gelangen, was allerdings nicht in Erfüllung ging. Er verließ mit Johansen die Fram um zu Fuß zum Nordpol zu gelangen. Nach 418 km musste er aufgeben und wanderte auf dem Eis zum Franz-Joseph Land wo er auch überwinterte. Seine Theorie bestätigte sich jedoch. Die Fram wurde 1896 zwischen Spitzbergen und Nordostgrönland freigegeben und ist heute als Museumsschiff in Oslo zu besichtigen. DieEisdrift wird jetzt mit der Tara-Expedition nachvollzogen um ozeanographische, meteorologische und glaciologische Messungen durchzuführen.

Nansen Erfahrungen wurden bereits 1930- 37 genutzt als Russland, später auch die USA, Eisdriftstationen, einsetzten. Die Fram-Expedition, sowie die Eisdriftstationen waren die Inspiration für die Tara-Expedition.

Selbstverständlich ist die Konstruktion der Tara, wie bei der Fram, ausgeführt. Bei Eispressungen schiebt sich der Rumpf der Tara, die ab Wasserlinie die Eispressung ableitet, aus dem Eis heraus.

Eine neue arktische Forschungsstation ist von Canada im internationalen Polarjahr gegründet worden. Die Station, getauft auf den Namen Pearl, liegt in 600m Höhe auf Ellesmere Island, 1100km vom Pol entfernt. Sie dient der Erforschung der Ozonlage, der Luftverunreinigung und der Klimaveränderung.

Ein NASA-Satellit hat ebenfalls das Schrumpfen des Seeeises festgestellt. Von 2004 auf 2005 ist der Bestand um 14% zurückgegangen. Die Erwärmung der Arktis scheint demnach doppelt so schnell wie in den übrigen Teilen der Welt voranzuschreiten.
Aus „Polarfronten“ 3/2006 Seite 8-9
Mehr Informationen zu Tara und DAMOCLES finden Sie im Internet unter www.taraexpeditions.org

Erwärmung des Nordpolarmeers ungebrochen
Vor wenigen Tagen kehrte "Maria S. Merian" von ihrer zweiten Arktis-Expedition zurück. Mit im Gepäck sind Daten, die den Trend zur Erwärmung der Arktis weiter bestätigen.
"Das Wasser , das aus der Norwegensee in die Arktis strömt, ist diesen Sommer im Mittel um fast 0,8 Grad Celsius wärmer als im letzten Sommer," sagt Dr. Ursula Schauer vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, die Fahrtleiterin der Expedition. "Dabei waren die letzten zwei Jahre bereits wärmer als die 20 Jahre zuvor, in denen regelmäßige Messungen vorliegen. Über dem Yermakplateau, einem untermeerischen Rücken, haben die Ozeanographen gemessen, dass über 4 Grad Celsius warmes Wasser bis 81°20' Nord vordringt," so Schauer. Biologen entdeckten während der Expedition Arten von tierischem Plankton aus der Norwegensee, die mit dem warmen Wasser bis in die nördlichen Breiten vorgedrungen waren, wo sie bislang nicht beobachtet wurden.

Einen Monat waren Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, der Universität Bremen und des polnischen Instituts für Ozeanographie am Rand des Meereises zwischen Grönland und Spitzbergen dem warmen Wasser auf der Spur. In diesem Jahr war die Meereisgrenze weit im Norden. So erreichte "Maria S. Merian" bei 81°20'N ihre bislang nördlichste Position. In der Framstraße haben die Wissenschaftler ozeanographische und biologische Langzeituntersuchungen fortgeführt, die vor zehn Jahren begonnen wurden. Der in den letzten Jahrzehnten beobachtete Klimawandel ist in der Arktis besonders stark ausgeprägt. Die Ozeanographen arbeiten daran, die Rolle der Meere in diesem Prozess besser zu verstehen. Offene Fragen sind, wie viel Wärme durch den nördlichsten Ausläufer des warmen Nordatlantikstromes in die Arktis gepumpt wird und wie stark diese Wärmepumpe variiert. Dazu wird seit 1997 an einem aufwändigen Verankerungssystem in der Meerenge zwischen Grönland und Spitzbergen der Transport warmen, salzreichen Wassers aus dem Atlantik in die Arktis gemessen.

Die bisherigen Messungen haben gezeigt, dass es im vergangenen Jahrzehnt mehrere starke Wärmepulse gab. Aus der Kombination dieser und ähnlicher Daten wurde im Rahmen eines internationalen Programms erstmalig rekonstruiert, wie sich ein Wärmeschub aus dem Atlantik innerhalb von mehreren Jahren über das Europäische Nordmeer bis weit ins Innere der Arktis fortsetzt. Um die Zeitreihe fortzusetzen, haben die Wissenschaftler die in der Framstraße verankerten Geräte aufgenommen und durch neue ersetzt. Die automatisierten Langzeitmessungen werden durch Detailmessungen der momentanen Wassertemperatur überprüft und ergänzt.

DAMOCLES
Die Untersuchungen sind eingebunden in ein europäisches Forschungsprojekt, in dem die Langzeitentwicklung der Arktis durch Modellierung und Beobachtung untersucht wird (DAMOCLES - Developing Arctic Modeling and Observing Capabilities for Long-term Environmental Studies). Dabei steht das Zusammenspiel von Meereis, Atmosphäre und Ozean im Fokus. Ein Ziel des Projektes ist es, die potentiellen Auswirkungen des drastisch reduzierten Meereises auf das Klima und damit auf Umwelt und Mensch , sowohl regional als auch global, zu erforschen.
Mehr Informationen zu DAMOCLES finden Sie im Internet unter www.damocles-eu.org
Aus: www.awi-bremerhaven.de

Selber können wir in Deutschland, besonders an der Nordseeküste, die Klimaveränderung registrieren. Wo sonst an Buhnen und Pfählen Miesmuscheln angesiedelt waren, finden wir heute in ungeheuer schneller Verbreitung, die pazifische Auster. Ebenso ist die drastisch steigende Anzahl der Sturmfluten eine Folge der Klimaveränderung.

2. April 2009 Vikamus Team