Thule - Kultur

900 – 1000 n. Chr. entwickelt sich an der Küste Kanadas bis in den hohen Norden Grönlands die Thule-Kultur. Ihnen war die Eisjagd bekannt, auf dem Eis nach Robben, das harpunieren von Walrossen, der Bau von Iglus. Zunächst wurde ausschließlich die Westküste von Grönland besiedelt. Sie benutzen Boote, entwickelten das Kajak aus der Notwendigkeit dem Tier auf dem Wasser zu folgen. Sie jagten aber auch mit Pfeil und Bogen.

Graphik aus "ESKIMOS" Menschen im Land des langen Tages von Wally Herbert, Österreichischer Bundesverlag Wien, 1976


Bei den Harpunenklingen der Thulekultur handelt es sich bereits um die Klingen oder Harpunenspitzen die zur Jagd per Kajak verwendet wurden. Sie entsprechen dem "lose auf dem Schaft" Prinzip. Das getroffene Tier versucht sich von der Harpune zu lösen. Dabei schüttelt sich das Tier, die Spitze verbleibt im Tier, während sich der Schaft aus der senkrechten Bohrung löst.
Größe der Spitze (Nr.6) ca. 70mm.

Kopie aus dem Buch:
DEN GRØNLANDSKE KAJAK OG DENS REDSKABER
Nyt Nordisk Forlag Arnold Busk 1975