Kajaksport/Seekajaksport/Seakayaking

Seit annnähernd einhundert Jahren wird der Kajaksport in der weiten Welt gepflegt. 1920 veröffentlichte Fridtjof Nansen das Buch "Eskimoleben". Das Buch, mit dem Kapitel III, "Der Kajak und die Geräte" sowie Kapitel IV "Auf dem Meere im Kajak" bietet eine wesentliche Grundlage für die Übernahme des Kajaks als Sportgerät. Ebenso ist es Basis sowie für die Vermttlung von Techniken, wie das Aufrichten, der Eskimorolle. Schaute man im Sport zunächst im engeren Sinne den Vorbildern, den Inuit auf die Finger, kam man besonders in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, durch neue Materialien und Methoden und durch den Einsatz der Uhr zu neuen Richtungen. So ist der Kajak nicht mehr Arbeitsplatz und ein wesentlicher Teil zum Überleben, sondern ein Sportgerät, das teilweise dem ursprünglichen Kajak sehr entfernt ähnelt oder nur den Namen trägt.

 

Im Seekajaksport, dort wo man auf die die ursprünglichen Fähigkeiten des klassischen Kajaks zurückgreift, verwendet man ebenso die Formen und die konstrutiven Merkmale, die im Laufe der tausend Jahre von den Inuit geprägt wurden.

Beide Aufnahmen Herst. Fa. Kl. Lettmann, Moers
Oben Rennkajak, Typ VEGAS, unten Seekajak, Typ Godthåb


Ausgelöst durch dänische Sportler ist eine Renaissance, hin zum urspünglichen Kajak, ausgelöst worden. So ist eine "Bewegung" entstanden, die sich weltweit ausschließlich diesem Boot und seiner Methodik zuwendet. Heute geht derjenige, der ein Kajak bauen will, in den Baumarkt und beschafft sich das Holz in den Abmessungen, wie man es braucht. In 100 Stunden soll ein Kajak fertig sein. So sind natürlich auch die Montagemethoden der heutigen Technik angepasst. Es wird gehobelt und geschraubt. So sind auch die veröffentlichten Baumethoden für ein ursprüngliches Kajak auf die übliche, heute angewendete Technik mit Schrauben und der Bespannung aus Leinentuch mit Bemalung ausgelegt. Warum sollte man auch aus nostalgischen Gründen die Anwendung der zur Verfügung stehenden Werkzeuge und Hilfsmittel ablehnen? Bedeutend ist, dass sich Personen bereitgefunden haben, die die Technik des Kajakbaus weitergeben, vermitteln und dabei einen sehr bedeutenden kulturellen Beitrag leisten.