Willkommen im virtuellen Kajakmuseum
VIKAMUS-Team 6. Februar 2012
Das eingefügte Bild trägt den Titel : Lichtphänomene in der Polarnacht. Gemalt von Fritdtjof Nansen am 22. November 1893
Der Mondring mit senkrechter, durch den Mond gehender Lichtachsen. Aus: In Nacht und Eis Band III Fa. Brockhaus Leipzig 1898
Mit dem Bild möchten wir allen Vikamusbesuchern ein erfolgreiches Jahr 2012 wünschen
Eine fast vergessene Gefahr für den polaren, arktischen Bereich.
Wenn es auch Kajakmuseum lautet, wir bemühen uns mit der Präsentation die Historie der polaren Völker und die Überlebenstechnik zu vermitteln, wollen wir uns selbstverständlich auch für den Erhalt dieses Naturraumes einbringen.
Die Republik Komi, im äußersten Nordosten Europas, weit ab von grönländischen oder für uns interessanten Räumen, ist durch die Ölindustrie geprägt. Lt. Greenpeace werden durch marode Piplines jährlich 500.000 To. Öl von dort in den arktischen Ozean gespült. Das sind Mengen, die dem Unglück im mexikanischen Golf entsprechen. Diese Gifte belasten die einzigartige Tierwelt, das Weltklima und 20 Polarvölker. Eine intakte Arktis macht unseren Planeten erst bewohnbar. Große Konzerne wollten auch vor Grönland nach Öl bohren. Es lagen keinerlei Unfallpläne vor. Greenpeace verhinderte diese Bohrungen in der Arktis, bis der Schutz in einem internationalen Abkommen rechtsverbindlich garantiert ist.
Dazu als besonderer Hinweis "Schatzkammer Arktis" von Thomas Henningsen und Bernhard Römmelt, bei Frederking und Thaler,
208 Seiten, Format 30,2 x 24,1 cm 39,95 €
Über das Alfred Wegener Institut
Die zahlreichen, hochinteressanten Pressemeldungen und Informationen des Alfred Wegener Instituts werden wir in Zukunft nicht mehr in einzelnen Berichten veröffentlichen. Wir präsentieren die Titel der für das Museum relevanten Pressetexte. Unter dem Link www.AWI.de kann sich dann jeder Interessierte einklicken und die sehr umfassenden Meldungen studieren. Der Link zum AWI ist ebenfalls in der Seite "Links" enhalten.
Aktualisiert.
31. 01. 2012 Entdeckung des Ronne-Filchner-Schelfeises vor 100 Jahren
31. 01. 2012 30 Jahre Schwerstarbeit für die Forschung. AWI feuert Geburtstag von FS Polarstern
26. 01. 2012 Neue Studie zeigt Zusammenhang zwischen arktischer Meereisbedeckung im Sommer und dem Winterwetter in Mitteleuropa
02. 12. Zeitgleiche Eisschmelze in der Antarktis und Arktis
27. 10. FS Polarstern startet zur 28. Antarktissaison
26. 10. Wissenschaftler rekonstruieren Grönlands Klimageschichte
20. 10. Neuer Ausbildungspreis an Nachwuchskräfte vergeben
06. 10. Veränderungen des arktischen Meereises – FS Polarstern aus Arktis zurück
Unter dem Menüpunkt Links, unter der Präsentation von Greenlandpaddel, ist die Arbeit von von Jarmo Kankaanpää, einem Mitarbeiter der Universität Helsinki, einsehbar
THE KAYAK
A STUDY IN TYPOLOGY AND CULTURE HISTORY. Es ist eine umfangreiche Ausarbeitung zu dem Thema. Der Bericht ist in englischer Sprache. Durch umfangreiche Graphiken sehr übersichtlich. Viel Spass bei der Lektüre. Es kann auch heruntergeladen werden.
Bericht über das Inuitpaddel
Zum Bild links: Nansen und Johansen waren wahrscheinlich die Ersten, die in neuerer Zeit den Kajak als Transportmittel für die Expedition verwendeten. Es war 1893-96. Bemerkenswert - natürlich wurden auch "Eskimopaddel" verwendet wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann. Zugegeben, etwas anderes gab es auch noch nicht. Das Bild stammt aus dem Buch "In Nacht und Eis Band III" F. A. Brockhaus Leipzig, 1898.
Dank an die Freunde des Eskimopaddels, die uns Hinweise und Material für Erarbeitung des Berichts zugesandt haben. Mit der Arbeit an dem Projekt sind allerdings verschiedene Fragen oder Probleme aufgetaucht, die zur Klärung erheblichen Aufwand erfordern würden. Das können wir mit normalen Mitteln fachlich nicht erfüllen. Es ging hier nicht um die Herstellung des Paddels, sondern um die Wirkungweise. Welche Vorteile hat ein Inuitpaddel wirklich ?
Wir können mit den Ergebnissen durchaus dokumentieren, dass ausreichend Vorzüge vorhanden sind. Natürlich muss man sich dabei vor Augen halten "Was will ich?" eine Strecke schnell durchrasen oder eine lange Strecke mit optimaler ausgeglicherner Körperverfassung hinter mich bringen. Wie schon oft ausgesagt und geschrieben, "Mann und Boot sind entscheidend".
Der Bericht ist als Link unter dem Titel.Inuitpaddel zu öffnen.
Es gibt in der Literatur ausgezeichnete Bauanleitungen für das Paddel. In dem Buch "Building the Greenland Kayak" von Christopher Cunningham wird eine sehr exakte Bauanleitung und Handhabung des Inuitpaddels vermittelt. Ebenfalls ist in dem Buch "Greenland Paddels Step-by-Step" von Brian Nystroem eine saubere Anleitung gegeben. Höchst unterschiedliche, aber gleichermaßen interessante Abbildungen von Paddeln sind in dem Buch "The Bark Canoes and Skin Boats of North America" von E. T. Adney und H. I. Chapell aufgelistet.
P. Scavenus - Jensen zeichnete in seinem Buch "Den Grønlandske Kajak og dens Redskaber" zu dem Kajak aus Egedesminde ein 202 cm langes Paddel. Zu dem Kajak aus Frederikshåb ist ein 248 cm langes Paddel aufgeführt. In dem Text zu dem Thema Paddel schreibt er, dass die Länge von 180 - 216 cm im Gebrauch sei. Harvey Golden hat in dem umfassenden Werk "Kayaks of Greenland" eine ebenso umfassende Präsentation von Paddeln aus den verschiedensten Museen aufgelistet.
Sicherlich ist die Länge des Paddels im Zusammenspiel mit dem Anwender und dem Boot ein sehr bedeutendes Kriterium. Ebenso wird die Form des Blattes in seinem Profil wichtig sein, obgleich die unterschiedlichen Ausführungen dem Profil nur eine untergeordnete Beachtung zuwenden. Was ist das Optimum? Mit der Situationsaufnahme ist das Thema keineswegs erfüllt.
Der Kajak als Rettungsfahrzeug
Einen interessanten Beitrag hat Herr Siegfried Netzband / Tiefenbronn, ausfindig gemacht. Der Kajak wurde als Rettungsfahrzeug fuer havarierte Schiffe an der flachen deutschen Küste vorgeschlagen. Mehr unter: Der Kajak als Rettungsfahrzeug
Innerhalb dieses Themas wäre es interessant zu erfahren, ob und in welcher Situation Seekajakfahrer bei größeren Booten oder sogar Schiffen Hilfeleistungen erbracht haben.
Entsprechende Beschreibungen bitte mit einem kurzen Kommentar, 4-5 Sätze, an "virtu.kamus@t-online.de senden. Wir würden diese Einsätze gerne veröffentlichen.
Über das AWI erhalten wir einen höchst interessanten Beitrag. Die weltweit einmalige Unterwasser-Horchstation PALAOA feiert den fünfjährigen Geburtstag. So werden Live Töne von Robben und Walen aus der fernen Antarktis aus dem PC-Lautsprecher übermittelt. Zweifelsfrei ist diese Akustik nicht aus der Arktis übernommen, somit von der Kajakhistorie etwas distanziert. Letztlich werden aber auch dort die Klänge weitgehend gleichklingend zu vernehmen sein. Mehr...Palaoa. Bei Öffnung der Seite unter "Tierlaute" sind die Stimmen wunderbar vernehmbar. Die Augen schließen, das Licht dämpfen und sich in die Vorstellung begeben, man sei in der Antarktis. Bis auf die Temperatur..... wunderbar..
In der Präsentation "Kajaks in deutschen Museen" haben wir nun das dreisitzige Baidarka aus dem Überseemuseum Bremen eingefügt. Die Zeichnung bekamen wir über Harvey Golden aus Portland USA. Er arbeitet zur Zeit an einem neuen Buchprojekt über Baidarkas und hatte die Gelegenheit das Boot zu vermessen.
Aus Lübeck bekamen wir die Anleitung zum Erstellen von Kajakhandschuhen, wie sie im Original wahrscheinlich verwendet wurden. Einfach, sinnvoll, fast genial. Die Anleitunhg ist dem "Anorak" angehängt. Viel Erfolg bei dem Nachbau.
Das Leipziger Wahrzeichen „DER GRÖNLÄNDER“
Nachdem wir in der Auflistung „Kajaks in Deutschland“ die Geschichte des Leipziger Wahrzeichens „Der Grönländer“ nur in einem kurzen Abriss präsentiert haben, ist es nun gelungen die komplette Historie dieses Bootes veröffentlichen zu können.
Fr. Dr. J. A. Steffen-Schrade vom Landesmuseum Hannover, hat uns den Text zur Verfügung gestellt. Der Text ist unter Grassimuseum Nr. 5051 per Klick zugänglich. Ist es einmal eine sehr exakte Arbeit, ist eine ebenso wunderbare, wie auch geschichtlich, hoch interessante Präsentation.
Ebenso ist das bisher weitgehend unbekannte Boot aus dem Engelhorn-Reiss-Museum in Mannheim in der Präsentation mit einem ausführlichen Text beschrieben und anzusehen.
Die Arbeit erschien unter dem Titel „ Vom Jagdgerät zur Kuriosität in den Sammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts“ im Fachbereich Geschichtswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe- Universität.
Von dieser Stelle zunächst unseren herzlichen Dank an Fr. Dr. Steffen-Schrade.