Willkommen im virtuellen Kajakmuseum
Vikamusteam 11. August 2010
In Grönland ist das NEEM Projekt auf Fels gelandet. Das Eiskernbohrprojekt hat den Eispanzer durchbohrt und ist auf dem Fels gelandet der vor 115000 Jahren die grönländische Oberfläche vor der Vereisung bildete. Mehr darüber vom AWI unter EisfreiDas AWI in Bremerhaven feierte, denn es besteht inzwischen 30 Jahre. Mit dem jugendlichen Alter von 30 Jahren kann das Institut eine beachtliche Leistung präsentieren. 30 Jahre AWI
In einem Märchen der Zentraleskimos wird berichtet, dass der Ozean zu steigen begann und das gesamte Land bedeckte. Das Wasser floß über die Gipfel der Berge und das Eis trieb über sie hinweg. Als das Wasser zurückging, strandete das Eis und überall auf den Gipfeln der Berge bildeten sich Eishauben. Muscheln, Fische, Seehunde und Wale blieben dort liegen. Auch viele Inuits starben, aber alle die, die ihre Kajaks bestiegen hatten als die Flut kam, wurden gerettet.
Wie wunderbar. So ist der Kajak zweifelsfrei das älteste Wasser- und Seefahrzeug. Die Spuren sind auf der asiatischen Seite bis 4000 Jahre zurück zu verfolgen. Mit Hilfe des Kajaks wurde die Meerenge zwischen Asien und Europa, die Beringstraße, überwunden. Weiter wurden mit Hilfe des Kajaks die nördlichen Räume des amerikanisch-kanadischen Raumes besiedelt und um 2500 v. Chr. landeten die ersten Siedler auf Grönland, teils mit, teilweise allerdings ohne Kajak. Im Jahre 985 n. Chr. landeten die Menschen um Leif Erikson auf Grönland. Da war der Kreis geschlossen, die Welt umfassend besiedelt, was vor 50-100.000 Jahren in Afrika, als die Wiege der Menschheit, begann. Der Kajak war ein wesentlicher Schlüssel zu dieser umfassenden Ausbreitung. Man denke an das Eskimomärchen. Nur die Menschen im Kajak wurden gerettet. Inzwischen erwarten wir die große Flut, wenn die Polkappen schmelzen.
Um zu verdeutlichen wie der Kajak die Besiedlung unterstützt hat, präsentieren wir den „Raum“ der Inuitkulturen demnächst in neuer Form. Die recht umfangreiche Arbeit wurde in dem Vikamusteam wesentlich von Jürgen Kosch und Siegfried Netzband unterstützt. Herzlichen Dank für diesen Einsatz.Wir haben unter dem Begriff "Fanggeräte" eine neue Präsentation zu dem Paddel der Inuit angefügt. Eigene, gesammelte Erfahrungen der Anwender nehmen wir gerne zur Kenntniss.
Das Leipziger Wahrzeichen „DER GRÖNLÄNDER“
Nachdem wir in der Auflistung „Kajaks in Deutschland“ die Geschichte des Leipziger Wahrzeichens „Der Grönländer“ nur in einem kurzen Abriss präsentiert haben, ist es nun gelungen die komplette Historie dieses Bootes veröffentlichen zu können.
Fr. Dr. J. A. Steffen-Schrade vom Landesmuseum Hannover, hat uns den Text zur Verfügung gestellt. Der Text ist unter Grassimuseum Nr. 5051 per Klick zugänglich. Ist es einmal eine sehr exakte Arbeit, ist eine ebenso wunderbare, wie auch geschichtlich, hoch interessante Präsentation.
Ebenso ist das bisher weitgehend unbekannte Boot aus dem Engelhorn-Reiss-Museum in Mannheim in der Präsentation mit einem ausführlichen Text beschrieben und anzusehen.Die Arbeit erschien unter dem Titel „ Vom Jagdgerät zur Kuriosität in den Sammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts“ im Fachbereich Geschichtswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe- Universität.
Von dieser Stelle zunächst unseren herzlichen Dank an Fr. Dr. Steffen-Schrade.
Wie war der Beginn mit dem Kajak? Darüber demnächst mehr über die Kulturen.
Vom AWI-Institut gibt es eine interessante Veröffentlichung über die Eisentwicklung der Arktis in den vergangenen 30.000 Jahren. Dabei handelt es sich natürlich über die Entwicklung, die nicht von uns Menschen herbeigeführt wurde. Nähere Infos unter Eisbedeckung 30.000 Jahre
Die Deutsche Gesellschaft für Polarforschung e.V. informiert
Die Deutsche Gesellschaft für Polarforschung beging mit einer Festveranstaltung im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Forschungsstelle Potsdam, den 50. Jahrestag ihrer Gründung. Dies war verbunden mit einem Vortragsprogramm zum Thema "Polargebiete und Klima". Namhafte Wissenschaftler referierten zu Umweltveränderungen in der Arktis und Antarktis und gingen auf deren Bedeutung für das Weltklima und das Leben in Polargebieten ein.
Die Deutsche Gesellschaft für Polarforschung ist 1959 aus dem 1926 gegründeten "Archiv für Polarforschung" hervorgegangen und gibt unter dem Titel "Polarforschung" eine eigene Zeitschrift heraus. In verschiedenen Arbeitskreisen der Gesellschaft werden Expeditionsvorhaben in Polargebieten zwischen den beteiligten Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern koordiniert und deren Ergebnisse ausgetauscht.
An gleich mehreren Jubiläen der Deutschen Polarforschung ist auf der Veranstaltung erinnert worden. So wurde vor 50 Jahren in der Bundesrepublik und in der DDR gleichzeitig die Polarforschung nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgenommen. Drei Potsdamer Meteorologen waren im Rahmen der Sowjetischen Antarktisexpedition 1959-1961 auf der Station Mirny in der Ostantarktis als Gastwissenschaftler mit einem Forschungsprogramm zum Strahlungshaushalt der antarktischen Inlandeis-Oberfläche und zum Ozongehalt der Atmosphäre tätig. Die Bundesrepublik Deutschland beteiligte sich an der 1959 beginnenden Internationalen Glaziologischen Expedition in Grönland (EGIG) mit geophysikalischen, geodätischen und meteorologischen Programmen. Vor 30 Jahren begann die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover mit geologisch/geophysikalischen Untersuchungen zum geologischen Aufbau der Erdkruste in Polargebieten. Vor 20 Jahren kamen auf einer Konferenz in Potsdam erstmals ost- und westdeutsche Polarforscher im größeren Rahmen in Kontakt, womit der Prozess der Vereinigung der deutsch-deutschen Polarforschung begann, der sich später, auch unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung, vollzog. Beleg für die erfolgreiche Vereinigung auf diesem Gebiet ist die Gründung einer Forschungsstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Potsdam in der viele Wissenschaftler und Techniker aus der DDR neue Arbeitsmöglichkeiten gefunden haben.Wir verweisen auf den Link www.dgp-ev.de. Besonders hinweisen möchten wir auf die Zeitschrift „Polarforschung“ bzw. auf die vorliegenden Berichte aus diesem Archiv.
Kajaks in deutschen Museen
Mit der Auflistung haben wir begonnen, die Kajaks die in deutschen Museen lagern, zu erfassen und zu beschreiben. Wir haben begonnen, denn es fehlen teilweise noch Bilder, Fakten Daten, Infos zu den Booten. Wir haben die Hoffnung, dass aus der Museenlandschaft eventuell weitere Infos uns zugehen werden. Gleichermaßen hegen wir die Hoffnung, dass Besucher der Museen, wie in Frankfurt, Hamburg und weiteren, eventuell zur Kamera greifen und uns mit einem Bild von diesen präsentierten Kajaks versorgen. Bezüglich der Veröffentlichungsrechte werden wir uns dann mit den Museen auseinandersetzen. Natürlich wäre es ebenfalls sehr interessant, wenn uns auf diesem Wege weitere Boote genannt werden. Das Ziel der Präsentation sollte sein, dass die Interessenten in die Museen gehen, dass man dieser polaren Kultur mit einer entsprechenden Achtung gegenüber tritt.
Unter dem Begriff Fundstücke zeigen wir Gebrauchsgegenstände der westlichen Inuit.